Grundschule

Grundschule: Wenn Lehrer richtig „bock“ haben!

ergobag cubo 2017

Ich habe euch ja vor einigen Tagen von Nena´s neuer Klasse erzählt. Wisst ihr noch? Sie wurde ja zurückgestellt von der 3. Klasse in die 2. Klasse. Vor ein paar Tagen habe ich bei einem Sporttest in der Schule geholfen und Nena´s neue Lehrerin in Aktion erlebt. Das hat mich so beeindruckt, dass ich einfach darüber bloggen muss.

Die hat echt „bock“

Ich habe beide 2. Klassen beim Sporttest beobachten dürfen und als die Klasse meiner Tochter dran war ist mir direkt aufgefallen, dass die Kinder viel ruhiger und aufmerksamer waren. Die Klassenlehrerin hatte eine Trillerpfeife um den Hals hängen und sobald es zu laut wurde oder sie die Aufmerksamkeit der Kinder erlangen wollte, hat sie einmal getrillert (garnicht mal laut) und schon war Ruhe im Karton. Mir kam direkt die Idee, diese Methode auch für Zuhause zu übernehmen 😉 doch ob das hier auch so gut klappen würde?

Was mich aber wirklich restlos begeistert hat war, dass die Lehrerin jede einzelne Sport-Station mitgemacht hat. Sie hat nicht nur daneben gestanden und zugeschaut – sie hat den Kindern gezeigt wie es geht, angefeuert und hatte richtig bock drauf. Man konnte ihr echt ansehen, dass es ihr spaß macht und das hat die Kinder wiederum richtig angesteckt und motiviert. Zudem ist sie ganz schön fit, wenn ich das mal so im Vergleich zu meinen eingerosteten Knochen und Muskeln sehe.

Oft sind es die Kleinigkeiten!

Ihr könnt euch garnicht vorstellen wie froh ich bin, dass wir so ein Glück hatten mit der neuen Lehrerin. Sie sprüht nur so vor Ideen und hat wirklich spaß an ihrem Job als Lehrerin. Schon als Nena den neuen Stundenplan bekommen hat wusste ich, dass es anders werden würde. Der Stundenplan war nicht nur runtergeschrieben, sondern mit Bildchen versehen. Für jedes Fach ein Bild! Manchmal sind es die Kleinigkeiten, die bei den Kindern ganz viel erreichen und ich erinnere mich noch gut an Nena´s leuchtende Augen, als sie mir diesen Stundenplan überreicht hat.

ergobag cubo innen

Ein Blick in den cubo

Früher!

Als ich zur Schule gegangen bin, war Schule noch was ganz anderes. Jeder musste still auf seinem Platz sitzen und zuhören. Vorne stand der Lehrer oder die Lehrerin und hat sein Programm runtergerattert. Das war nicht schlecht und ich kann nicht sagen, dass ich nichts gelernt hätte – aber es war oft sehr trocken und für mich als Kinder langweilig.

Heute ist Schule und vorallem Grundschule ganz anders. Besonders in der neuen Klasse! Denn hier wird ganz viel Musik eingesetzt und der Unterricht sehr kreativ gestaltet. Die Lehrer heute sind aber auch deutlich jünger, als zu meiner Zeit. Ich werde ich diesem Jahr 37 und würde schätzen, dass fast jede Lehrerin an der Grundschule meiner Tochter locker 10 Jahre jünger ist als ich. Und ich habe das Gefühl, dass die jungen Lehrer ihren Job viel besser machen. Eigentlich liegt es ja auf der Hand, denn sie kommen oft frisch aus dem Studium und haben einfach tolle Ideen, den Unterricht kindgerecht, interessant und bunt zu gestalten.

Einziges Problem – Vertrag auf Zeit!

Das einzige Problem bzw. der einzige Haken an der neuen Klasse bzw. neuen Klassenlehrerin ist, dass sie nur einen Vertrag auf Zeit hat. Bis nächsten Sommer ist die Sache geritzt, aber was dann kommt steht leider noch in den Sternen. Ich würde mir jedenfalls sehr wünschen, dass sie der Klasse und der Schule erhalten bleibt. So eine tolle Lehrerin habe ich nämlich selten erlebt und es wäre wirklich traurig, wenn sie gehen müsste. Vielleicht sollte ich mal persönlich beim Schulamt für sie vorsprechen 😉 oder wo muss man sich da melden?

Darf ich Dir noch was empfehlen?

5 Kommentare

  • Reply
    Jana von MissBonn(e)Bonn(e)
    10. April 2017 at 18:06

    Es ist lustig – wir sind einer 5er Mädels Clique, zum Teil kennen wir uns schon seit dem Kindergarten und drei der Mädels sind auch Grundschullehrer! Auch mega engagiert und einfach tolle Menschen! 🙂 Da hast du vielleicht Recht mit dem Alter! 🙂 Wobei sie nicht mehr ganz frisch studiert sind 😉

  • Reply
    Christiane
    10. April 2017 at 19:27

    Ich denke auch, dass die jungen Lehrer noch motiviert sind und sich Ziele setzen. Bei den älteren kommt dann oft schon viel Frustration mit rein und man hat halt nicht mehr so viel Energie wie jemand junges. Deshalb ist es wichtig, dass die Erfahrungen von den „alten Hasen“ da sind, aber auch viele junge Leherer mit Lebensenergie rein kommen. Ich drücke euch die Daumen, dass sie bleiben darf. LG, Christiane

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    JesS von feierSun.de
    11. April 2017 at 12:06

    Oh wow. so eine Lehrerin wünsch ich mir auch für die Motte. Gerade hauen sie bei uns an der Schule leider eher ab… wir haben akuten Mangel und ich echt ein Bissel Bauchschmerzen, was das angeht… aber ich hoffe das beste…

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    Mareike
    12. April 2017 at 07:45

    Ich glaube ich, dass das so wichtig ist! Leute die mit Kindern arbeiten müssen richtig bock darauf haben. Mitmachen, selbst Begeisterung ausstrahlen. Tolle Lehrerin!

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    Alina
    18. April 2017 at 14:45

    Ich glaube das A und O ist tatsächlich, dass gute Lehrer ihren Beruf als Berufung ansehen.
    Leider geht einem diese Motivation sicherlich auch im Laufe des Lebens verloren. Schade für unsere Kinder.
    Ich drück Euch die Daumen, dass sie vielleicht bleibt.

    Liebe Grüße, Alina

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