Ratgeber

Anzeige: Das geschenkte Haustier?

hund am veluwemeer

Weihnachten ist schon wieder vorbei und ich möchte wetten, dass auch im letzten Jahr wieder ganz viele „echte“ Tiere unterm Weihnachtsbaum gelandet sind. Wenige Wochen später quellen dann die Tierheime wieder über, weil plötzlich Allergien auftreten bzw. alles anders läuft als man es sich vorgestellt hat und das geschenkte Tier wieder weg muss. Es klingt hart, aber genau das ist es auch! Leider werden Haustiere oft unüberlegt angeschafft, ohne vorher einen einzigen Gedanken daran zu verschwenden, ob das Tier denn überhaupt zur Familie passt.

weihnachtsdeko 2015

Weihnachtsdeko

Nicht jeder Wunsch kann erfüllt werden

Hätte ich jeden Tierwunsch meiner Kinder erfüllt, hätten wir jetzt mindestens zwei Hasen, vier Meerschweinchen, ein Hausschwein, zwei Katzen, fünf Hunde und am liebsten noch ein Pony im Garten. Natürlich habe ich diese Wünsche nicht erfüllt! Ich habe meinen Kindern ausführlich erklärt, dass jedes Tier ganz viel Pflege, Zeit und Platz benötigt und natürlich auch, dass man sich um jedes Tier täglich kümmern muss. Ein Tier ist eben kein Spielzeug, welches man (wenn man keine Lust mehr drauf hat) einfach so liegen lassen kann. Meine Töchter haben es das auch verstanden und eingesehen, dass bei ihren ganzen Hobbys doch die Zeit für so viele Tiere fehlen würde. Doch die meisten Eltern machen sich diese Gedanken vorher nicht, geschweige denn besprechen sie es mit ihren Kindern oder erklären es ihnen. Und so werden die Tierwünsche immer wieder unüberlegt umgesetzt und wenige Wochen später zutiefst bereut.

So niedlich, aber auch so anstrengend

Besonders beliebt sind Welpen und Kitten. Hundewelpen und Katzenbabys sind ja so niedlich – doch dass diese niedlichen Tiere sich plötzlich gar nicht so verhalten wie man es gerne hätte und eine Menge Zeit, Arbeit und Nerven in Anspruch nehmen – darüber haben die meisten sich vorher keine Gedanken gemacht. Es sind eben noch „Babys“ und ihnen muss die Welt ebenso erst erklärt werden, wie auch den echten Babys Menschenkindern.

chaos zuhause

Tägliches Chaos!

Die Hundewelpen und Katzenbabys bleiben zwar niedlich, stellen die Nerven aber auf eine ganz schöne Belastungsprobe. Die Welpen und Kitten sind nämlich noch nicht stubenrein und kauen auf allem herum, was ihnen in die Quere kommt. Da können auch schon mal Mamis Lieblingsschuhe oder die Spielsachen der Kinder bei draufgehen. Für einen Hundewelpen oder ein Katzenbaby braucht man viel Zeit, Geduld und Nerven – und wer selbst noch kleine Kinder Zuhause hat, dem fehlen oft genau diese Eigenschaften bei einem zusätzlichen, tierischen Mitbewohner.

Allergien vorher abchecken

Der häufigste Abgabegrund in den Tierheimen sind Allergien – auch wenn ich nicht glaube, dass es tatsächlich immer so ist. Das ärgert mich persönlich immer sehr, denn es wäre so einfach genau, diese Allergien vorher bestimmen bzw. abklären zu lassen. Ein Allergietest für Kinder ist in wenigen Minuten und mit ein paar Tröpfchen Blut erledigt und man hat Gewissheit, ob Tierhaarallergien bestehen. Ich empfehle allen Eltern, diese Eventualitäten vorher abzuklären. Natürlich sollten die Allergien nicht nur bei den Kindern ausgeschlossen werden, sondern auch bei uns Erwachsenen. Das würde viele Tiere vor dem Leben im Tierheim bewahren – sofern es denn wirklich der wahre Abgabegrund ist.

Unser Weg zum tierischen Mitbewohner: Hund

Wir haben lange über einen Familienhund nachgedacht und gewartet, bis unsere Lisi auch in einem Alter war (vier Jahre), in dem sie halbwegs versteht mit einem Hund umzugehen bzw. bestimmte Regeln einzuhalten. Doch auch dann sind wir nicht einfach losgefahren und haben uns irgendeinen Hundewelpen zugelegt, den wir optisch toll fanden. Wir haben vorher lange recherchiert und abgewogen, welcher Hund überhaupt zu uns als Familie passt. Ganz schnell haben wir beschlossen, dass es auf keinen Fall ein Hundewelpe wird, weil wir einfach zu wenig Erfahrung für ein so junges Tier haben und ich neben dem Hund ja auch noch zwei quirlige Töchter hier herumspringen habe.

willi französische Bulldogge mix

Unser Familienhund: Willi!

Überlegungen vorher

Ich habe zwei Kinder, einen Job und ehrlich gesagt auch keine Lust drei mal täglich zwei Stunden durch den Wald zu laufen, um meinen Hund halbwegs zu fordern. Meine Kinder müssten nämlich mitkommen und ich hörte sie förmlich schon jammern: „Mama, ich kann nicht mehr!“. Deswegen waren viele Hunderassen ganz schnell vom Tisch. Weiterhin haben wir als Eltern nach zwei Kindern zwar ein wenig Ahnung von Kindererziehung, dafür aber überhaupt keine Ahnung von Hunden bzw. der Hundeerziehung. Und so haben wir nach einem leicht erziehbaren Hund gesucht, der eben nicht stundenlang ausgepowert werden muss. Meine zwei Mädels auszupowern reicht mir da vollkommen! Das Wichtigste war jedoch, dass unser tierisches Familienmitglied gut mit Kindern kann, denn das ist einfach zwingend notwendig für Familien mit Kindern. So sind wir letztlich bei einer Bulldoggen-Mischung gelandet. Ja – ihr habt richtig gelesen! Bulldogge verbinden zwar viele direkt mit „Kampfhund“, aber sie sind alles andere als das. Willi ist ein Mix aus französischer & englischer Bulldogge und einfach ein Schatz.

1 Jahr später

Willi lebt jetzt seit über einem Jahr bei uns und ich muss wirklich sagen, dass wir mit ihm alles richtig gemacht haben. Willi ist einfach unglaublich geduldig mit Nena & Lisi, lässt sich knuddeln, knutschen und spielt ganz vorsichtig mit ihnen. Lisi übernimmt sogar seine Zahnkontrolle wenn er schläft, ohne dass er dabei je böse geworden ist. Willi ist ein vollständiges Familienmitglied geworden und kommt überall mit hin. Nena & Lisi füttern ihn täglich und er darf mit ihnen spielen. Unserem Willi ist es am wichtigsten überall dabei sein zu dürfen und nicht ausgeschlossen zu werden. Er ist immer ganz glücklich, wenn er beim Spielen mit ins Kinderzimmer darf. Klar, viele Dinge wie z.B. die Urlaubssuche gestalten sich mit Hund etwas schwieriger, aber wir haben unseren Urlaub bisher immer mit Hund gestalten können. Aber auch darüber sollte man sich vorher einfach im Klaren sein.

pololo sneaker

Lisi und ihre neuen Sneakers

ebbe herbst

Willi hilfst du mit?

Initiative „Liebe fürs Leben“ – Tierschutzunterricht für Kinder

liebe fürs leben tierschutzunterricht

Aktion „Liebe fürs Leben“ – macht mit

Kinder lieben Tiere und ich kenne kaum ein Kind, welches sich kein Haustier wünscht. Doch bevor dieser Wunsch in Erfüllung gehen kann, sollten die Kinder genau wissen, was es bedeutet, ein Tier in die Familie aufzunehmen. Aus diesem Grund wurde die Initiative des Tiernahrungsherstellers PURINA und des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte „Liebe fürs Leben“ ins Leben gerufen. Das Projekt bietet den Tierschutzunterricht für Schulkinder in der eigenen Schule (bundesweit & kostenlos) an und möchte die Kinder einfach ein Stück weit aufklären. Was bedeutet es überhaupt ein Haustier aufzunehmen? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein? Welches Haustier passt zu mir? Alles Fragen, die den Schulkindern ausführlich beantwortet werden.

 

Tierschutzunterricht in deiner Grundschule?

Als ich unserer Nena von dem Projekt „Liebe fürs Leben – Tierschutzunterricht für Schulkinder“ erzählt hab, sagte sie sofort: „Oh wie toll – können die auch zu uns in die Schule kommen?“. Ja – jede Schule, bundesweit, kann den direkten Kontakt zur Initiative „Liebe fürs Leben“ aufnehmen und sich über den Tierschutzunterricht informieren. Es gibt die Möglichkeit, den projekteigenen Tierschutzlehrer bzw. Tierärzte an die Schule zu holen, die den Kindern davon erzählen und tolles Material hierzu mitbringen. Wenn ihr also auch Schulkinder zuhause habt, im Elternrat eurer Grundschule seid oder es einfach interessant für eure Grundschule fändet, erzählt ihnen davon und sprecht mit der Schule. Vielleicht möchte eure Schule ja auch mitmachen? Hier erfahrt ihr mehr über das Projekt und könnt Kontakt (kontakt@liebefuersleben.net) aufnehmen.

 

 

 

 

 

 

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