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Brustkrebs – Kleiner Vorsorge Ratgeber (ab 30 Jahren)

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Es gibt ein Thema in meinem Leben, was mich immer wieder schauern lässt. In meiner Familie ist Brustkrebs leider ein großes Problem, denn meine Tante ist mit nicht einmal 45 Jahren an Brustkrebs gestorben und auch meine Oma hatte Brustkrebs. Meine Mutter hat die Krankheit ihrer Schwester damals so mitgenommen, dass sie sich selbst garnicht untersuchen lassen möchte. Obwohl heute natürlich ganz andere Möglichkeiten und vorallem Heilungschancen bestehen, möchte sie es nicht wissen und lässt sich auch nicht untersuchen, aber gut – das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden!

Früher egal, heute wichtig!

Auch ich hab als Kind mitbekommen, dass meine Tante sehr krank war und schließlich sterben musste, aber Brustkrebs hat mich lange nicht interessiert. Wenn man selbst noch jung ist, macht man sich darüber keine Gedanken. Jetzt, wo ich selbst Mutter 2er Töchter bin, denke ich da anders drüber – denn nur beim Gedanken daran, dass ich an dieser Krankheit sterben könnte und meine Kinder, meinen Mann und mein Leben als Mutter hier auf dieser Erde hinter mir lassen müsste, macht mich ganz krank. Ich möchte meine Kinder groß werden sehen, sie begleiten und das am liebsten bis ich selbst einmal Oma bin und meine Enkelchen betüddeln darf.

Viele Vorsorgemöglichkeiten

Eine Krankheit oder gar der Gedanke daran, an einer Krankheit zu sterben ist für mich absolut keine Option und daher habe ich mich in den letzten Jahren immer mehr und mehr mit dieser Krankheit Brustkrebs beschäftigt und möchte keine Untersuchung auslassen, kleinste Veränderungen sofort zu erkennen. Klar – man sollte sich von seinen Ängsten nicht bestimmen lassen oder daran verzweifeln, aber man sollte so etwas ernst nehmen, vorallem wenn es eine familiäre Vorbelastung gibt. Also habe ich mich schlau gemacht, was ich in meinem Alter (ab 30 Jahren) schon machen kann und möchte euch heute davon erzählen.

Selbst Abtasten

Wenn ich dusche, taste ich meine Brust regelmäßig selbst ab! Unter der Dusche klappt es am besten finde ich, weil das Wasser und Duschgeld das abtasten viel einfacher macht. Wie genau man die Brust abtasten soll, zeigt euch dieses Video von der AOK ganz gut. Anleitung klingt irgendwie blöd, aber im Grunde ist es ja eine Anleitung. Zudem sollte man einfach auf seinen Körper achten und kleinste Veränderungen Ernst nehmen bzw. sich auch immer mal wieder Nackt vor dem Spiegel anschauen. Oft erkennt man auch äußerlich Veränderungen wie z.B. Rötungen, Dellen oder andere optische Veränderungen der Brust.

Achtung: Mir ist es schon öfter passiert, dass ich selbst etwas ertastet hab und sofort in Panik geraten bin. Macht euch nicht direkt verrückt, sondern ruft direkt bei eurem Frauenarzt an und lasst euch sofort einen Termin geben. Besonders nach der Schwangerschaft treten öfter mal Veränderungen auf, die garnicht schlimm sind.

Vorsorge beim Frauenarzt

Natürlich gehe ich regelmäßig zum Frauenarzt, der die Brust abtastet. Hier lasse ich auch wirklich keinen Termin aus und gehe 2 x pro Jahr zur Vorsorgeuntersuchung zum Frauenarzt. Nach jedem Arztbesuch ist man auch ein Stück weit beruhigter, wenn er einem sagt, dass alles gut ist! Der Kopf muss zwischendurch einfach beruhig werden.

Brust-Ultraschall (ab 30 Jahren)

Eine wichtige Zusatzuntersuchung für mich (ab 30 Jahren) ist der Brustultraschall. Hier können kleinste Veränderungen schnell erkannt werden, auch ohne Mammographie. Die Mammographie ist nämlich meist erst ab einem Alter von 50 Jahren vorgesehen bzw. zahlt die Krankenkasse die Mammographie erst ab diesem Alter. Wenn man natürlich familiär vorbelastet ist, kann man diese Untersuchung auch vorziehen. Der Brustultraschall kann aber jederzeit durchgeführt werden und tut vorallem nicht weh. Ich muss nämlich zugeben, dass ich die Mammographie (wenn ich mir Bilder anschaue) schon beim anschauen als „schmerzhaft“ empfinde. Die Kosten für den Brustultraschall trägt man zwar selbst, aber an seiner Gesundheit sollte man nie sparen und von daher ist das kein Problem für mich. Die Kosten hierfür liegen bei meinem Frauenarzt bei ca. 60 €.

Gen-Test (BRCA1 & BRCA2)

Ich habe schon oft mit meinem Frauenarzt über das Thema Brustkrebs gesprochen und er weiß von der familiären Erkrankungsgeschichte. Es gibt einen Gen-Test bei dem genau dieser familiär-vererbte Brustkrebs erkannt werden kann. Auch ich könnte diesen Test machen und werde es demnächst auch angehen. Ich habe natürlich etwas Angst vor dem Ergebnis, denn wenn hier ein „positiv“ heraus käme, müsste ich mir weitere Schritte überlegen und auch darüber nachdenken, mir die Brüste vorsorglich abnehmen zu lassen. Darüber sollte man sich klar sein, wenn man diesen Test machen lässt! Eine liebe Nachbarin von uns hat mir Unterlagen zu genau dieser Untersuchung mitgebracht und sobald ich hier einen Termin habe und diesen Test hab machen lassen, werde ich euch davon erzählen.

Als ich mich mit meiner Nachbarin über diesen Test unterhalten hab kam auch das Thema auf, dass ich diesen Test nicht nur für mich, sondern auch meinen Kindern zuliebe machen sollte. Denn wenn ich dieses Gen in mir trage, dann habe ich es evtl. auch an meine Kinder vererbt. Auf diesen Gedanken war ich zuvor garnicht gekommen! Aber Recht hat sie und das ist wieder ein Grund mehr, diesen Test wirklich machen zu lassen.

Aronia Saft – reduziert Tumorbildung

Meine Schwiegermama hat das Buch von Miriam Pielhau gelesen. Leider ist sie jetzt auch Tod und ihr Tod hat mich wirklich schockiert! Sie schien geheilt und hat ein Buch über genau diese Heilung geschrieben. Kein halbes Jahr später musste sie auch gehen und lässt eine 4-jährige Tochter zurück. Einfach furchtbar! Miriam war davon überzeugt, dass die Ernährung eine große Rolle spielt und man mit speziellem Krebsfood selbst ein wenig unterstützen bzw. vorsorgen kann. Rote Beeren z.B. oder auch Tomaten gehören zu ihrem persönlichen Powerfood. Eine Beere hat es allerdings in Sich und soll in der Lage sein, die Tumorbildung zu reduzieren: Aroniabeere! Es gibt diese Beere als Saft und man bekommt diesen in jeder Apotheke oder auch bei Drogerieläden wie z.B. dm. Ich selbst habe ihn gekauft und jetzt wo ich darüber schreibe denke ich grad, shit – du hast ihn vergessen zu trinken! Aber ich werde mir gleich morgen eine neue Flasche kaufen und täglich ein Schnappspinnchen Aronia-Saft trinken. Aronia unterstützt zudem die Immunabwehr und ist einfach ein echtes „Powergetränk“. Schmeckt nicht besonders gut und wenn man es im Mund hat, zieht sich alles zusammen – aber alles was gesund ist, schmeckt nicht besonders oder?

Ernst nehmen, aber nicht verrückt machen!

Ich muss zugeben, seit in meiner engsten Familie vor kurzen ein lieber Mensch an Krebs sterben musste, bin ich noch ein Stück ängstlicher geworden. Denn bei ihm wurde die Krankheit leider erst im letzten Stadium festgestellt und man war machtlos im Kampf gegen diese heimtückische Krankheit. Und genau das ist ja oft auch das Problem, dass man Krebs oder auch Brustkrebs erst sehr spät entdeckt. Je früher man Krebs entdeckt, umso besser sind die Heilungschancen. Ich nehme diese Krankheit seitdem noch ein Stück ernster, aber ich lasse mein Leben nicht durch Ängste bestimmen. Man sollte sich nicht verrückt machen, denn auch das kann krank machen – aber man sollte keine Vorsorgemöglichkeit auslassen, vorallem wenn es in der Familie liegt.

Bildquelle: Fotolia – pink ribbon breast cancer © Jiri Hera

Darf ich Dir noch was empfehlen?

1 Kommentar

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    Vanessa W.
    13. Juli 2018 at 22:14

    Gott segne Euch!!!!! Viel Gesundheit für Euch alle!!!!!

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