Krankheiten

Läuse bekämpfen: Die effektivsten Methoden

Was man gegen LÄUSE tun kann.

Ein Zettel an der Kindergartentür oder am Schwarzen Brett verheißt meist nichts Gutes. Informationen wie „Wir haben Läuse“ lassen mich sofort aufstöhnen und ein Schauer gleitet über meinen Rücken. Dabei ist so ein Parasitenbefall gar nicht so dramatisch, wie viele denken. Mit ein paar Handgriffen lassen sich Läuse gut und effektiv bekämpfen – na gut, eckelig bleibt es trotzdem irgendwie, aber man bekommt die kleinen Viecher schnell in den Griff.

Woran erkenne ich, dass mein Kind Läuse hat?

Läuse sorgen für einen Juckreiz, der nur schwer zu ertragen ist. Vor allem Kinder mit Läusen neigen deshalb dazu, sich heftig am Kopf zu kratzen und über das Jucken zu klagen. Mit bloßem Auge können wir als Eltern hingegen nur schwer die Läuse erkennen. Die Krabbeltiere sind winzig klein und meiden helles Licht. Leichter zu erkennen als die Kopflaus selbst, ist die sogenannte Nisse. Dabei handelt es sich um die weißliche Eihülle, die nach dem Schlüpfen der Laus an den Haaren nahe der Kopfhaut zurückbleibt.

SOS mein Kind hat Spüli getrunken

Krankheiten erkennen – Fehlanzeige!

Dennoch bleibt ein Läusebefall oft für einige Zeit unbemerkt. Der Grund: Beim erstmaligen Kopflausbefall kann es drei bis fünf Wochen andauern, bis Kinder erste Symptome aufweisen.

Läuse bekämpfen: Schritt für Schritt zum lausfreien Kopf

In der Apotheke gibt es etliche Mittel, die beim Kampf gegen Läuse zum Einsatz kommen können.
Folgende Wirkstoffe stehen dabei zur Auswahl:

  • Präparate mit Dimeticon (Silikonöl): Sie verschließen auf physikalische Weise die Atemöffnungen der Läuse und machen sie so unschädlich. Diese Mittel haben den Vorteil, dass sie nicht in den menschlichen Organismus eindringen und dadurch ein sehr geringes Risiko für allergische Reaktionen bergen.
  • Mittel mit Pyrethrum: Dabei handelt es sich um ein Nervengift, das die Läuse absterben lässt. Manchmal werden bei der Behandlung Nebenwirkungen wie leichte Hautreizungen festgestellt.
  • Läusemittel mit Pyrethroiden: Dieser Wirkstoff ist verwandt mit dem Pyrethrum. Der Unterschied liegt darin, dass diese Präparate in der Regel länger im Haar verbleiben und so über mehrere Tage hinweg die schlüpfenden Larven abtötet.

Egal, auf welches Präparat die Wahl fällt, generell ist es immer nötig, sich strikt an die beiliegende Anleitung zu halten. Viele Mittel müssen zum Beispiel nach einigen Tagen erneut aufgetragen werden, damit auch wirklich alle Läuse bekämpft werden. Nur so kann sich die volle Wirksamkeit entfalten und hier spreche ich wirklich aus eigener Erfahrung. Nicht in Sachen Läuse, aber in Sachen Würmer – denn das hatten meine Mädels selbst mal und wenn man hier keine Nachbehandlung vornimmt, wird man die Viecher nie los!

Tipp: Wer in der Apotheke ein Rezept vom Kinderarzt vorlegt, bekommt die Kosten für das Läusemittel von der Krankenkasse erstattet.

Der Läusekamm: Ein wichtiges Hilfsmittel im Kampf gegen die Läuse

Ein Läusekamm ist dazu da, um Läuse einerseits aus dem Haar zu kämmen und anderseits aber auch eindeutig zu identifizieren. Bei der Benutzung des Kamms ist es wichtig, sehr gründlich vorzugehen. Dazu gehört, jede Strähne vom Ansatz bis in die Spitzen durchzukämmen und danach den Kamm über ein Küchentuch zu streifen. So werden die Läuse sichtbar. Das gründliche Kämmen mit einem Läusekamm dauert ca. 30 Minuten – sind die Haare sehr dick oder lang, kann es auch deutlich länger dauern.

Mit dem Läusekamm kann ebenso überprüft werden, ob die Kopflausbehandlung erfolgreich war oder nicht. Nach einer erfolgreichen Behandlung sollten sich keine Läuse oder Nissen mehr auf dem Küchentuch befinden.

Läuse mit Hausmitteln bekämpfen?

Es kursieren immer wieder Tipps zu Hausmitteln, die bei Kopfläusen angeblich wahre Wunder bewirken sollen: Das Auftragen von Essig oder Mayonnaise zum Beispiel ist keine geeignete Methode, um Läuse zu bekämpfen – auch, wenn es hin und wieder zufällig wirken mag. Ebenso sollten Eltern darauf verzichten, die Tierchen mit heißer Luft einfach „wegzufönen“. Große Hitze kann die Kopfhaut eurer Kinder schädigen – mehr nicht. Die beste Wahl sind also immer noch zugelassene Präparate aus der Apotheke.

Meldepflicht: Wem muss ich Bescheid geben, wenn mein Kind Läuse hat?

Eltern stehen in der Pflicht, es der Betreuungseinrichtung zu melden, wenn sie bei ihrem Kind Läuse entdeckt haben. Zudem muss es in der Regel bis zur Behandlung zu Hause bleiben und darf den Kindergarten oder die Schule vorsichtshalber nicht besuchen. Es ist auch ratsam, Familienmitglieder und Freunde zu informieren, damit sich die Läuse nicht noch weiterverbreiten können.

Übrigens: Läuse springen nicht von Schopf zu Schopf, sondern krabbeln. Um von einem Kopf auf den nächsten zu gelangen, ist also direkter Haar-zu-Haar-Kontakt notwendig. Aus diesem Grund sind Kinder häufiger als Erwachsene von Läusen betroffen: Sie stecken beim Spielen gerne die Köpfe zusammen.

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