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Kinderkrankheit: Mumps

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Mumps ist eine typische Kinderkrankheit wie z.B. auch Scharlach. In anderen Regionen ist diese Viruserkrankung auch unter dem Namen Ziegenpeter oder Tölpel bekannt. Am häufigsten betroffen sind Kinder im Alter zwischen 4 bis 15 Jahren. Etwa 90% der deutschen Bevölkerung sind bereits immun gegen diese Krankheit. Dennoch tritt sie lokal immer wieder auf.

Was ist Mumps und wie wird es übertragen?

Mumps ist eine Virusinfektion die weltweit auftritt und wird von dem Paramyxovirus verursacht. Der Paramyxovirus kommt nur beim Menschen vor und wird durch Husten und Niesen verbreitet. In seltenen Fällen kann sich das Virus auch durch Speichel über Gegenstände übertragen lassen. Wer einmal an Mumps erkrankt ist, der ist sein Leben lang immun gegen eine weitere Ansteckung. Nach einer Infektion dauert es in der Regel zwischen zwei bis vier Wochen bevor die Krankheit ausbricht. Eine Ansteckungsgefahr besteht aber bereits etwa 7 Tage bevor und 9 Tage nachdem die erst Krankheitssymptome auftreten.

Typische Symptome

Die ersten Anzeichen einer Mumps-Erkrankung können unter anderem Kopf-, Hals- oder Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit sowie ein allgemeines Müdigkeit gehören. Häufig ist auch die Körpertemperatur erhöht oder es tritt Fieber auf. Aufgrund dieser Symptome wird Mumps teilweise mit einer gewöhnlichen fiebrigen Erkältung verwechselt. Während sich allgemeine Krankheitssymptome zu Beginn der Erkrankung bemerkbar machen, schwellen später charakteristischerweise die Ohrspeicheldrüsen an. Meist tritt die Schwellung zunächst auf einer und etwas zeitversetzt auch auf der anderen Seite auf. Durch die Schwellung bilden sich die für Mumps typischen Hamsterbacken. Häufig sind auch die Lymphknoten im Hals geschwollen. Durch die Schwellung sind das Drehen des Kopfes sowie das Kauen häufig mit Schmerzen verbunden. Neben den Ohrspeicheldrüsen können die Mumpsviren auch Organe wie die Bauchspeicheldrüse und die Hoden sowie in seltenen Fällen die Eierstöcke, die Tränendrüsen, die Schilddrüse, die Nieren und das zentrale Nervensystem befallen.

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Kinder schlafen sich oft gesund!

Diagnose und Behandlung

Aufgrund der typisch angeschwollenen Ohrspeicheldrüsen, kann der Arzt Mumps sehr einfach und schnell feststellen. Eine weitere Blutabnahme ist daher nicht zwingend möglich, kann aber zur Sicherheit veranlasst werden. Da gerade bei Kindern, in etwa 40% aller Fälle, die Symptome nur schwach ausgeprägt sind, kann ein Antikörpersuchtest die Diagnose absichern. Dies ist wichtig, da diese Krankheit seit 2013 meldepflichtig ist. Da es sich bei Mumps um eine Viruserkrankung handelt, gibt es keine Antibiotikatherapie. Die Erkrankung muss zu Hause auskuriert werden. Lediglich die typischen Symptome werden in Form von fiebersenkenden und schmerzstillenden Mitteln durch den Arzt behandelt. Als Eltern kann man die geschwollenen Ohrspeicheldrüsen kühlen und breiartiges Essen zubereiten. Auch warme Ölverbände sollen Linderung verschaffen! Es sollte während der gesamten Krankheitszeit auf eine gründliche Mundhygiene geachtet werden.

Risiken

Bei Kindern verläuft die Mumps-Erkrankung in der Regel ohne große Komplikationen. Nur äußerst selten ist mit Begleiterkrankungen zu rechnen. Bei Erwachsenen und Jugendlichen ist das Komplikationsrisiko hingegen etwas höher. Zwar verläuft auch hier die Mehrzahl der Erkrankungen ohne Folgeschäden, aber dennoch kommt es hin und wieder zu seltenen unerwünschten Nebeneffekten wie Bauchspeicheldrüsenentzündung, Hirnhautentzündung und etwas häufiger zu Hodenentzündung. Hiervon betroffen sind vor allem Männer und Jungs über 15 Jahre. Bei etwa 30% von ihnen, kommt es im Verlauf der Erkrankung zu einer zusätzlichen Hoden- bzw. Nebenhodenentzündung. Diese muss dringend vom Arzt behandelt werden, da sie ansonsten zu Unfruchtbarkeit führen kann. Für Schwangere besteht laut Studien kein erhöhtes Risiko auf

Fehlgeburten durch Mumpsviren!

Der wirksamste Schutz gegen eine Mumpserkrankung ist eine Impfung mit Lebendimpfstoff. Sie erfolgt bei Babys bereits im Alter von 11.-14. Monaten, durch einen Kombinationsimpfstoff aus Masern, Mumps und Röteln, und wird im Alter zwischen 15. -23. Monaten aufgefrischt. Nach einer durchlebten Mumpsinfektion oder einer Impfung, ist das Kind sein Leben lang immun.

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