Krankheiten

Kindergartenbeginn krank: Lästige Begleiterscheinung

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Es ist noch gar nicht so lange her, da sind die Kindergärten wieder gestartet und in den Gruppen finden sich viele neue und stolze Kindergartenkinder. Aber gerade jetzt beginnt auch wieder die Zeit, in der gerade die Mütter das Gefühl haben, dass ihr Kind dauerhaft krank ist. Gerade die neu angekommenen Kinder trifft es am häufigsten, so dass sie das erste halbe Jahr meist mehr mit Erkältungskrankheiten zu Hause im Bett verbringen als in der KiTa.

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Schlaf dich gesund kleiner Schatz!

Kindergartenbeginn: Eine Erkältung pro Monat?

Ich kann von Glück sagen, dass ich bei meinem großen Sohn Glück hatte was die Krankheitstage im Kindergarten anging. Selten war er wirklich Erkältet. Dennoch gibt es Kinder, die jeden grippalen Infekt mitnehmen. Doch woher kommt das eigentlich?

Es gibt massig Vieren, die die oberen Atemwege befallen. Ständig kommen wir mit ihnen in Kontakt. Uns Erwachsenen machen sie mittlerweile fast gar nichts mehr aus, da unser Körper gelernt hat mit ihnen umzugehen. Auch bei Kindern im Grundschulalter fällt auf, dass sie viel seltener erkältet sind als damals im Kindergarten. Der Grund ist ganz einfach. Gerade bei kleinen Kindern ist das Immunsystem noch nicht ganz ausgereift und muss trainiert werden. Hierfür muss das Kind sich jedoch mit einem Virus anstecken. Kennt das Immunsystem des Kindes den Virus noch nicht, so versucht es ihn mit allen Mitteln zu bekämpfen. Daher kommt es auch, dass Kindergartenkinder sehr schnell und aus heiterem Himmel Fieber bekommen können. Dies ist lediglich ein Anzeichen dafür, dass das Immunsystem einen Eindringling bekämpft. Nun bildet das Immunsystem Antikörper für diesen bestimmten Erreger. Kommt es irgendwann einmal zu einer erneuten Ansteckung, wird das Virus direkt identifiziert und sofort von den passenden Antikörpern vernichtet.

Wird das Kind jedoch von einem neuen Virus befallen, müssen erst neue speziell abgestimmte Antikörper produziert werden und der ganze Krankheitsverlauf beginnt erneut. Es ist daher nicht ungewöhnlich, wenn Kindergartenkinder anfangs ständig mit grippalen Infekten nach Hause kommen. Hierbei sagen Kinderärzte ganz klar, dass im Kindergartenalter durchschnittlich eine Erkältung pro Monat vollkommen unbedenklich sei. Der kindliche Körper war bisher nie mit dieser Masse an Viren konfrontiert gewesen. Nun muss er ein intensives Training absolvieren.

Was tun bei einer Erkältung?

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Kleine Ersthelfer: Fieberthermometer & Kirschkernkissen

In der Regel dauert es 7 bis 10 Tage bis ein grippaler Infekt vollkommen ausgestanden ist. Einer Ansteckung medikamentös vorzubeugen ist nicht möglich! Man kann dem Kind lediglich helfen, indem man sein Immunsystem sanft und kontinuierlich stärkt, schneller und mit weniger Symptomen durch diese Krankheiten zu kommen. Hierbei muss, gerade auch im Herbst und Winter, auf eine vitaminreiche Ernährung und ausreichend viel Zeit an der frischen Luft geachtet werden. Die Kinder ständig in überheizten Zimmern zu betreuen ist eher kontraproduktiv. Kommt es doch einmal zur Ansteckung, ist Bettruhe angesagt. Die meisten Kinder fordern diese sogar ein. Ein Tee, Ausruhen im Bett, kuscheln mit Mama und Schlaf sind die besten Methode für die Genesung.

Sollte der grippale Infekt (Husten, Schnupfen, Halsschmerzen) jedoch länger als eine Woche andauern und/oder noch weitere Symptome (Plötzliches hohes Fieber, veränderte Farbe der Sekrete, schwere Atmung, Ohrenschmerzen, Durchfall und Erbrechen) auftreten, dann ist ein Arztbesuch absolut notwendig. Dadurch dass das Immunsystem bereits an anderen Stellen schwer beschäftigt ist, können weitere Krankheiten aus einem grippalen Infekt entstehen, die dann ärztlich behandelt werden müssen.

Natürlich ist kann es nervig sein, wenn man als Mutter alle paar Wochen angerufen wird und das Kind wieder einmal aus der KiTa abholen muss. Dennoch lässt es sich kaum vermeiden, wenn so viele Kinder auf engem Raum zusammen hocken. Vielleicht hilft es, wenn man sich vor Augen führt, dass jeder überstandene Infekt den kleinen Körper stärkt. Kindergartenkinder, die diese Krankheiten nicht durchmachen, werden einfach später mit den verschiedenen Viren konfrontiert und fehlen dann unter Umständen häufiger in der Schule. Das dürfte auf Grund des Schulstoffes, der nachgeholt werden muss, noch viel unangenehmer sein.

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