Krankheiten

Erkältungskrankheiten vorbeugen – Geht das?

SOS mein Kind hat Spüli getrunken

Gerade Kinder haben immer wieder Schnupfen: Bis zu zwölf Infekte im Jahr sind normal. Problematisch ist das nicht, denn bei Kindern ist das Immunsystem noch in der Entwicklung. Vorbeugen kann man den Erkältungen nur bedingt, denn Schnupfenviren können überall sein.

Übertragungswege von Viren

Erkältungskrankheiten werden von Viren ausgelöst – über 200 verschieden Arten davon gibt es. Wenn viele Menschen zusammen auf engem Raum sind, können sich die Viren schnell ausbreiten. Sie übertragen sich über zwei Wege. Zum einen werden Viren beim Niesen und Husten über feine Tröpfchen freigesetzt und gelangen über die Atmung auf die Schleimhäute von anderen Personen. Zum anderen können die Viren eine Zeitlang auf Oberflächen von Türklinken, Spielzeug oder Toilettenspülungen überleben. Fasst man einen Gegenstand an und kratzt sich unmittelbar danach an der Nase, können die Krankheitserreger durch die Schleimhäute in den Körper gelangen.

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Schon wieder krank…

Sobald die Erkältungsviren den Körper erreicht haben, beginnt dieser mit der Immunabwehr. Ein bekanntes Virus, was den Körper schon einmal befallen hat, erkennt der Körper wieder, sodass er seine spezifische Abwehr mobilmacht und den Virus abwehrt. Ist das Virus neu, braucht der Körper länger für die Abwehr. In dieser Zeit löst der Krankheitserreger die typischen Beschwerden aus: Die Nase läuft, der Hals kratzt und Husten stellt sich ein.

Warum Kinder häufiger und heftiger unter Erkältungskrankheiten leiden

Das Immunsystem reift im Laufe des Lebens immer weiter heran. Krankheitserreger, denen es schon Mal begegnet ist, speichert es ab und reagiert beim nächsten Aufeinandertreffen blitzschnell, so dass die Erkrankung gar nicht erst zum Ausbruch kommt.

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Kinder müssen diese Immunität erst noch entwickeln – bis dahin machen sie viele Erkältungen durch. In Schule und Kindergarten haben Kinder den ganzen Tag engen Kontakt zu anderen. Dabei nehmen sie gern mal Spielzeug in den Mund oder teilen sich die Trinkflasche. So stecken sie sich schnell an. Vor allem bei kühleren Temperaturen sind viele Erkältungserreger unterwegs. Aber auch im Sommer ist man nicht sicher: Man denke nur an die bekannte Sommergrippe.
Die Gänge zwischen der Nase und ihren Nebenhöhlen sind bei Kindern eng; diese schwellen schnell zu und verstopfen, sodass die Kleinen keine Luft mehr durch die Nase bekommen. Auch Folgeerkrankungen stellen sich dadurch ein: Mittelohrentzündungen oder Entzündungen der Nasennebenhöhlen sind die häufigsten.

Erkältungskrankheiten vorbeugen: Hände waschen und Immunsystem stärken

Hände waschen, Hände waschen, Hände waschen – dies ist die wirksamste Maßnahmen, einer Erkältung vorzubeugen. Über den Tag verteilt fassen sowohl Kinder als auch Erwachsene dutzende Oberflächen an und schütteln viele Hände. Unbewusst geht die Hand auch immer wieder ins Gesicht und transportiert die Krankheitserreger zu den Schleimhäuten von Nase, Mund und Augen. Regelmäßiges, intensives Händewaschen mit Seife beseitigt Viren und Bakterien von den Händen am besten. Ein starkes Immunsystem kann Eindringlinge schneller und wirksamer bekämpfen. Viel frische Luft und eine gesunde, vitaminreiche Ernährung halten das Immunsystem fit. Eine hohe Luftfeuchtigkeit hält zudem die Schleimhäute feucht, sodass Krankheitserreger schwer eindringen können. Achten Sie also darauf, dass in Wohnräumen die Luftfeuchtigkeit über 50 Prozent liegt. Mit Wasserschalen oder feuchten Tüchern im Raum können Sie dies erreichen.

Weitere Tipps, wie sich Erkältungen vorbeugen lassen

  • Hygienisch Husten: „Hand vor den Mund“ ist eine weitverbreitet Mahnung von Eltern an ihre Kinder. Besser ist es jedoch, den Arm beim Niesen und Husten als Schutz zu benutzen. Denn haften die Erreger an den Händen, verteilen sie sich schnell weiter. Mit der Armbeuge werden hingegen selten Gegenstände oder andere Hände berührt.
  • Ausreichend Schlaf: Erwachsene wie Kinder haben in der heutigen Zeit oftmals einen Schlafmangel. Aber der schwächt das Immunsystem. Nicht umsonst heißt es, Erkrankungen „auszuschlafen“. Denn im Schlaf sammelt der Körper Energie und Kraft, unter anderem für die Abwehrkräfte.
  • Erkrankte meiden: Wenn regelrechte Erkältungswellen unterwegs sind, empfiehlt es sich, Orte zu meiden, wo sich viele Menschen aufhalten. Auch zu Bekannten, die gerade mit einer Erkältung kämpfen, ist Abstand halten die sicherste Methode, sich nicht anzustecken.

Fazit

Erkältungen lassen sich nur sehr bedingt vorbeugen. Und sie schaden den Kindern auch nicht, denn in den meisten Fällen heilen sie bald von alleine wieder aus und verlaufen komplikationsfrei. Haben Sie jedoch ein Baby unter einem Jahr, tritt hohes Fieber auf oder ist der Allgemeinzustand des Kindes stark beeinträchtigt, ist der Gang zum Arzt notwendig.

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