Krankheiten

DER STORCHENBISS

Wenn ein Baby das Licht der Welt erblicken wird, kommt ein Storch geflogen und trägt das Baby in seinem Schnabel zu einem passenden Elternpaar. Manchmal packt der Storch allerdings etwas zu beherzt zu und man sieht im Nacken des Babys einen rötlichen Fleck als Abdruck des Schnabels: der Storchenbiss. Du glaubst diese Geschichte nicht? Du hast Recht. In Anlehnung an dieses Märchen wird der rote Fleck am Nacken aber tatsächlich umgangssprachlich als Storchenbiss benannt.

rote Flecken auf der Haut des Babys - der Storchenbiss

In der Fachsprache wird ein betitelter Storchenbiss richtig Naevus simplex genannt. Das häufigste Auftreten des Storchenbisses ist ein blassroter, flacher Fleck auf Stirn, Augenlidern, Nasenspitze, im Bereich der Lippe oder im Nacken Eures Babys. In der Regel sind sie kein Grund zur Beunruhigung. Schädlich oder gar gefährlich ist ein Storchenbiss nicht. Es handelt sich nicht um einen Tumor oder sonstige ernsthafte Hautkrankheiten, sondern lediglich um erweitere Blutgefäße. Ist das Baby ein Jahr alt, ist der Storchenbiss in den meisten Fällen bereits von alleine verschwunden. Besteht der Fleck weiterhin und fällt außerdem durch seine Lokalisation stark auf, könnt Ihr jedoch über eine Laserbehandlung nachdenken, um den Fleck entfernen zu lassen. Allerdings solltet Ihr Euch mit dieser Behandlung noch etwas Zeit lassen.

Verfärbung bei Aufregung

Warum genau hier in Verbindung zum Storchenbiss in einigen Fällen auch im Gesicht rötliche Verfärbungen entstehen (gerade bei Aufregung), ist bisher nicht eindeutig erforscht. Es ist aber klar, dass sich an dieser Stelle die Blutgefäße erweitern und durch das vermehrte Blut die Verfärbung ersteht. Kommt es zu einer zusätzlichen gesteigerten Durchblutung zum Beispiel beim Schreien, verfärbt sich der Storchenbiss ebenfalls verstärkt. Hat sich das Baby beruhigt, wird der Fleck blasser.

Storchenbiss oder Blutschwamm

Ein Storchenbiss ist deutlich von einem Blutschwamm, dem Hämangiom, abzugrenzen. Bei einem Blutschwamm handelt es sich um gutartige Neubildungen von Blutgefäßen, die äußerlich zu ertasten sind. Einen Storchenbiss könnt Ihr dagegen nicht ertasten, er befindet sich im Hautniveau. Auch ein Blutschwamm bildet sich in vielen Fällen von alleine zurück; da er aber unter Umständen schnell wachsen kann, entscheidet der Arzt, ob das Hämangiom entfernt wird oder nicht.

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