Familie

Neid & Mobbing: Hörst du jetzt auf zu bloggen?

hörst du jetzt auf zu bloggen

In der vergangenen Woche ging es bei uns wieder einmal drunter und drüber. Viele von euch haben es vermutlich auf meinen Social Media Seiten schon mitbekommen. Unsere Tochter wird in der Grundschule regelmäßig von Mitschülerinnen geärgert oder wie man heute so schön sagt, gemobbt.

Wir haben viele Gespräche geführt und uns noch mehr Gedanken über eben diese gemacht. Eine auf den ersten Blick harmlos klingende Notiz über unsere Tochter hat uns wirklich nachdenklich gestimmt. Diese Notiz lies durchsickern, dass Neid eine große Rolle spielt. Doch dieser Neid galt eigentlich garnicht ihr oder irgendwelchen Besitztümern ihrerseits, sondern eher uns als Familie, mir als Bloggerin bzw. meiner Online-Präsenz.

Ich bin in gewisser Weise „öffentlich“, ja! Doch das was es bei mir zu sehen gibt, spiegelt nicht mal die Hälfte dessen wieder, wie wir tagtäglich leben. Auf Instagram und Facebook bekommt man nur einen Bruchteil dessen zu sehen und vor allem auch nur den, den ich bereit bin preis zu geben. Punkt! Es gibt Dinge, die für mich bzw. uns privat sind und auch privat bleiben.

Der Blog ist mit uns gewachsen

Was viele garnicht wissen ist, dass meine Bloggerei mit uns gewachsen ist. Ich habe in meiner ersten Schwangerschaft angefangen zu bloggen. Damals noch auf einem anderen Blog, auf dem es hauptsächlich um Themen wie Schwangerschaft, Geburt und Babys ging. Irgendwann kam die Zeit, in der ich da nicht mehr so viel mit zu reden hatte.Die Schwangerschaften lagen bereits Jahre zurück und meine Mädels waren plötzlich „groß“. Jetzt sind meine Mädels beide schon in der Grundschule und Nena wechselt im Sommer an eine weiterführende Schule. Und so kam mit diesen privaten Veränderungen auch ein neuer Blog, eben Nenalisi.de.

Meine Mädels spielen auf dem Blog nur noch eine untergeordnete Rolle. Kinderkleidung, Kinderspielzeug und alles, bei dem meine Mädels auch „mitspielen“ müssen habe ich in den vergangenen Monaten drastisch reduziert. Zum einen weil ich nicht möchte, dass meine Kinder einfach im „Überfluss“ (überspitzt dargestellt) leben und zum anderen (und das ist der wichtigere Grund), weil sie einfach keinen Bock mehr drauf haben.

Sie wussten immer was ich mache und, dass wenn wir bzw. sie etwas bekommen, ich dafür auch etwas tun muss und wir gemeinsamen Bilder machen müssen. Eine Zeit lang war es spannend und hat Spaß gemacht, doch ich habe immer gesagt, dass wenn der Tag kommt an dem meine Kinder keine Lust mehr dazu haben oder es zu viel wird, ich einen anderen Weg einschlage. Und als dieser Tag kam, war es auch überhaupt kein Problem!

Nenalisi ist nur ein Synonym

Dann kamen Aussagen wie, aber deine Mädels sind doch dein Blog. Nein! Warum? Sie sind lediglich namensgeber meines Blogs und das ist einfach wundervoll. Einen besseren Blognamen als diesen, könnte ich mir garnicht vorstellen. Und nur weil mein Blog jetzt Nenalisi heißt (was nicht mal die echten Namen meiner Kinder sind) heißt das doch nicht, dass ich nur über meine Mädels bloggen darf und kann.

Ich bin immer noch Herr meiner Gedanken und meines Blogs. Ich blogge nur über Dinge, die mich selbst interessieren und das ist mal Home & Living, mal Damenkleidung, mal das Leben als Familie und auch mal Themen rund um meine Kinder wie z.B. Grundschule und Co. Ich nehme natürlich auch Kooperationen an, aber ausschließlich die, die mich wirklich persönlich interessieren und hinter denen ich stehe. Ich lehne viel ab, weil es nicht zu mir und meinem Blog passt und verkaufe auch keine Fremdbeiträge.

Blog ist mein Hobby

Mein Blog ist mein Hobby! Andere nähen oder basteln, sporteln oder reiten – ich blogge! Mir macht das Spaß und ich blogge auch nur dann, wenn ich gerade einen Einfall und die Zeit dazu habe. Ich schreibe über Dinge die mich begeistern und mir gefallen, manchmal schreibe ich mir aber auch meinen Frust von der Seele. Und ich freue mich riesig, dass euch dieses Gedankengut gefällt und ich manchmal sogar damit helfen kann.

Social Media ist Social Media

Leider gibt es immer noch viele Menschen die denken, dass ein Instagram oder Facebook Profil das Leben widerspiegelt. Leider lassen sich viele davon runterziehen oder beeinflussen, weil das Profil bei Instagram immer so perfekt ist. Das perfekte Haus, die perfekten Kinder, das perfekte Leben. Aber sein wir doch mal ehrlich, glaubt ihr wirklich das es Menschen gibt, bei denen all diese Dinge perfekt sind?

Auf diesen Social Media Plattformen zählt nur eins: die Bildsprache! Es geht rein ums Bild und man kann sich Instagram vorstellen, wie eine kleine Bildergalerie eines Künstlers, der sich natürlich nur von seiner besten Seite zeigen bzw. seine tollsten Kunstwerke präsentieren will. Und man räumt auch mal für ein Bild stundenlang auf oder schiebt alles in die Ecken, um das perfekte Bild zu schießen. Doch wir kochen alle nur mit Wasser, haben alle mal ätzende Tage und nervige Zeiten. Doch die zeigen wir eben nicht so gerne, wie die Hochglanz-Zeiten. Die Storys sind eine gute Möglichkeit, ein bisschen mehr Realität ins Social Life zu bringen, denn hier kann man auch mal zeigen, wie so ein „making of“ aussieht oder einfach frei von der Seele reden.

Und zu guter Letzt, Nein! Ich höre nicht auf!

Warum sollte ich nun aufhören zu bloggen oder Bilder bei Instagram & Facebook zu posten? Ich denke der bessere Weg ist hier ganz klar der, solche Vorurteile aus dem Weg zu räumen und in die Offensive zu gehen. Niemand hat das recht meine Kinder wegen meinem „Job“ angreifen zu dürfen. Und wenn man mal darüber nachdenkt, kommt dieses Verhalten auch garnicht von den Kindern, denn die interessieren sich garnicht dafür.

Aber wenn die Eltern im Beisein ihrer Kinder werten und tratschen, übernehmen die Kinder natürlich ein solches Verhalten. Leben und Leben lassen! Nur weil ich ein Stück meines Privatlebens mit euch teile heißt das nicht, dass man sich aufgrund dieser Momentaufnahmen ein Bild von uns machen sollte. Und was wirklich garnicht geht ist, dass eure Kinder euer Getratsche mitbekommen und Schlüsse daraus ziehen, die sich wiederum auf meine Kinder auswirken. Wenn ihr ein Problem oder eine Frage habt, sprecht mich einfach an. Ich bin jederzeit für eine offene Diskussion zu haben

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3 Kommentare

  • Reply
    Elisabeth
    29. Januar 2019 at 19:32

    Ich finde deinen Beitrag super aber auch traurig, dass Du solch einen überhaupt schreiben musst.

    Wenn jeder auf sich schaut, wäre doch auf alle geschaut 😉 bleibt euch treu, mach(t) so weiter. Neid muss man sich hart erarbeiten, aber bitte NICHT auf Kosten eurer Kinder, das tut mir sehr leid für euch.

    Ich find euch super, lese so gerne deine Beiträge und wünsche euch weiterhin alles gute

    Herzliche Grüße aus Österreich,
    Elisabeth

  • Reply
    Ebbi
    30. Januar 2019 at 12:08

    Wieder einmal schöne Worte an die Außenwelt ❤️

  • Reply
    Victoria
    30. Januar 2019 at 18:48

    Liebe Daniela,
    Du hast sehr treffende Worte dafür gefunden. Ich hoffe, dass sich die Situation bald bessert. Mobbing ist grausam und nicht entschuldbar. Ich kenne das selbst, Adelstitel sei dank. Neid spielt oft eine große Rolle. Ich wünsche euch von Herzen, dass sich das Thema bald erledigt hat. LG

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